Auf den Spuren der Geschichte: Unsere Viertklässler besuchen die ehemalige Synagoge in Hainsfarth
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Auf den Spuren der Geschichte: Unsere Viertklässler besuchen die ehemalige Synagoge in Hainsfarth

Ein besonderer Unterrichtsgang führte unsere vierte Klasse kürzlich nach Hainsfarth. Ziel des Ausflugs war die dortige ehemalige Synagoge – ein Ort, der heute als lebendiges Kulturdenkmal die Geschichte der Region und ihrer jüdischen Mitbürger eindrucksvoll erzählt.

Vor Ort wurden wir von Herrn Waltz, dem 1. Vorsitzenden des „Freundeskreises Synagoge“, sowie Herrn Dr. Josef Merkl, Historiker und Archivar, begrüßt. Gemeinsam nahmen sie uns mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte.

Ein Gebäude mit bewegter Geschichte

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren viel über den Bau des Hauses, das im Jahr 1860 eingeweiht wurde. Besonders interessant war die Architektur: Herr Waltz erklärte uns, dass das äußere Erscheinungsbild der Synagoge damals streng durch den bayerischen König vorgegeben war.

Die Geschichte des Gebäudes ist jedoch auch von dunklen Kapiteln geprägt. Nach der großen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erlebte die ehemalige Synagoge eine wechselvolle Zeit: Sie wurde zweckentfremdet und diente unter anderem als Lagerraum, Bauhof und sogar als Turnhalle. Umso bedeutender ist die aufwendige Restaurierung, durch die das Gebäude gerettet wurde. Heute dient die ehemalige Synagoge als wertvolle Kultur- und Begegnungsstätte für die gesamte Region.

Geschichte und Religion begreifen

Herr Merkl gab den Kindern einen spannenden Einblick in den historischen Hintergrund der Juden im Ries und in Hainsfarth. Dabei wurde auch das schwierige Thema der Verfolgung während der NS-Zeit nicht ausgeklammert; die Schicksale der jüdischen Familien berührten die Kinder sehr.

Herr Waltz ergänzte dies durch Erklärungen zur jüdischen Religion. Er betonte in seinem Gespräch mit den Kindern, wie wichtig es ist, sich auch heute aktiv gegen Vorurteile einzusetzen und für ein friedliches Miteinander einzutreten.

Für unsere Viertklässler war dieser Vormittag eine wertvolle Erfahrung, die Geschichte vor Ort greifbar machte. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Waltz und Herrn Merkl für die Zeit, die sie sich genommen haben, und für die eindrucksvolle Führung durch dieses besondere Haus.